Genderperspektiven (neu) denken!: Vortrag „Mutterschaft & Wissenschaft“

Dr. Sarah Czerney & Dr. Lena Eckert (Netzwerk Mutterschaft und Wissenschaft)

Termin: 16. Januar 2024 von 14.15 – 15.45 Uhr
Ort: Von-Melle-Park 8, Raum 424

„Weiblich gelesene Menschen werden in unserer Gesellschaft wie in der Wissenschaft mit der
Erwartung konfrontiert, dass sie sich gut um andere kümmern können und das auch gerne tun, dass sie also im Kern mütterlich sind – egal ob sie tatsächlich Mutter sind, werden wollen, nicht werden können oder wollen. Dieses Mütterlichkeitsideal führt oft dazu, dass ein – meist prekärer, befristeter und nicht gut entlohnter — Vollzeiterwerbsjob mit einem unbezahlten Vollzeitjob — der Care-Arbeit — kombiniert wird. Ein gesundes Leben ist so unmöglich. Auch wenn Frauen das Doppelte leisten, ist ihre Arbeit oft nur halb so viel wert – zumindest aus Perspektive des Wissenschaftsbetriebes. Patriarchale Machtstrukturen, Hierarchien und statusbedingte Abhängigkeiten manifestieren sich intensiver, wenn Frauen* Mütter werden, in Teilzeit gehen und Gender Pay Gap, Rentenlücken und Ausschlüsse aus dem BoysNetwork erfahren. Dabei wird ihnen oft unterstellt, dass ihnen die Kinder wichtiger sind als die Wissenschaft, der Job oder gar eine Karriere.“
(https://www.mutterschaft-wissenschaft.de/selbstverstaendnis-2/)
In dem gemeinsamen Vortrag werden die beiden Referentinnen basierend auf ihren Publikationen der Frage nachgehen, wie Mutterschaft (oder Elternschaft) aktuell mit Wissenschaft konfligiert und realisiert wird.

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